9. Januar 2020

Feldenkrais mit Susana Kessler

Am 9. Januar sassen 18 55+-Frauen im Gymnastikraum des "Hofs" erwartungsvoll auf ihren Stühlen – sie wollten von Susana Kessler mehr über die Feldenkrais-Methode hören und die Bewegungen (Übungen) spüren.
Zuerst erzählte Susana von ihrem Leben und von ihrer Rastlosigkeit, von den verschiedenen Berufen, die sie ausübte, bis sie von der Feldenkrais-Methode hörte. An die 5-jährige Ausbildung hängte sie noch 2 Jahre in München an – dann fühlte sie sich sicher, um mit den schmerzgeplagten Menschen zu arbeiten. Frau Kessler hat heute 3 Praxen (Speicher, St. Gallen, Wil) und bietet Einzel- und Gruppenlektionen an.
Nachher erzählte Susana von Moshé Feldenkrais (1904 – 1984), der ein wissbegieriger Mann war, sich in vielen Berufen betätigte und schon früh übers Judo den menschlichen Körper kennenlernte. Moshé stellte fest, dass man bei Schmerzen auch die Umgebung analysieren muss. Er stellte den Menschen viele Fragen: Was macht dieser Muskel, spürst du deinen Atem, welche Stelle ist weicher, wärmer geworden…? Der Mensch soll in sich hineinhören und die feinen Bewegungen immer wiederholen, bis das Nervensystem keinen Druck mehr verspürt und Veränderungen eintreten können.
Auch wir Frauen durften, auf dem Stuhl sitzend, die ruhig vorgetragenen Anweisungen unserer Lehrerin befolgen. Knie, Becken wurden verschoben, dann kamen Schulter-, Kopf-, Augen-Drehbewegungen dazu. Auch der ruhige Atemfluss sollte nicht vergessen werden. Alle waren konzentriert bei all den Übungen dabei und Susana tröstete uns, man könne nichts falsch machen. Die Feldenkrais-Methode benötigt viel Zeit, sie brauche 5 – 7 Sitzungen, bis eine Linderung eintrete.
Nach einer Stunde lud uns Susana ins Restaurant ein, um bei einem Getränk über das Erlebte zu sprechen. Sie verteilte uns einen Flyer mit den Angaben, wie man 3 ihrer Gratis-Videos anschauen und die Übungen zu Hause machen kann.

Bericht: Elisabeth Beusch | Fotos: Heidi Preisig

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