13. Juli 2017

Zeppelin Museum Friedrichshafen

Der Himmel meinte es gut mit den neun Frauen. War am Morgen der See von der Vögelinsegg aus kaum zu sehen vor lauter Nebel, konnten wir die Überfahrt im schönsten Sonnenschein geniessen.

Im Museum wartete ein attraktiver Mann mit Tattoos und fantasievollen Armbändern auf uns. Er stellte sich als Künstler, Kunstlehrer und – als Nebenerwerb – Museumsführer vor. Seine Begeisterung für die überwältigende Grösse der Luftschiffe und die Genialität ihres Baus steckte uns förmlich an. Er schilderte im Detail wie Gewicht und Raum gespart wurde – die Wände der Räume waren bloss aus Stoff, die Bilder in den Gesellschaftsräumen auf die Wände gesprayt. Die Lavabos in den Kojen konnten hochgeklappt werden. Passagiere wurden mit Gepäck gewogen und die entsprechende Menge Sandsäcke abgehängt.

Der Museumsführer zeigte, wie klein die Küchenbrigade war, wie viele Mechaniker jedoch auf jeder Fahrt benötigt wurden, wie man ständig ganz neue Lösungen für Probleme finden musste, welche die Schifffahrt nie kannte. So wurden dünne Aluminiumbänder des Gerüsts geknickt (wie Papierbogen, die ein Wasserglas tragen können).

Eine Darbietung eines Spielmannszugs in der Eingangshalle des Museums machte für kurze Zeit die Verständigung äusserst schwierig. Wir waren ohnehin froh, dass die Gruppe so klein war, denn die witzigen Ausführungen forderten unsere ganze Konzentration.

Eine Sonderausstellung mit dem Titel „Kult“ zeigt, wie die Luftschifffahrt in der industriellen und politischen Werbung genutzt wurde, dafür können die Werke von lokalen Künstlern aus den letzten Jahrzehnten z.Zt. nicht gezeigt werden.

Bericht: Hanni Brogle | Fotos: Leider gibt es von diesem Ausflug keine Bilder.