Führung im Kloster Fischingen - 21. Mai 2026

Am Eingang werden wir von Peter Rottmeier begrüsst. Er führt uns 18 Frauen zuerst zur Infotafel und erklärt uns den Ablauf der heutigen Führung.

Das Benediktinerkloster Fischingen wurde 1138 vom Bischof von Konstanz als bischöfliches Eigenkloster gegründet. Es liegt im Hinterthurgau. Das Kloster sollte den Pilgern auf dem Weg von Konstanz nach Einsiedeln Obdach und Schutz gewähren.
1848 hebt der Thurgau alle Klöster im Thurgau auf.
1879 - 1976 wurde der Verein St. Idda Zell gegründet und das Kloster als Waisenhaus geführt.
1977 Wiedererrichtung des Klosters und Aufhebung und Entfernung des Klosterverbotsartikel aus der Verfassung.
1982 Eröffnung des Bildungshauses Kloster Fischingen – heute Verein Kloster Fischingen.

Wir starten den Rundgang und besichtigen den grossen Speisesaal mit einer wunderschönen Stuckdecke und den Festsaal mit einer reichverzierten Decke. Die Eingangstür weist eine filigrane Intarsienarbeit auf. Die Mönche wollten unter sich sein – dies zeigt sich an der gangseitigen Ausführung der Türe mit verschiedenen Intarsienbildern.

Dank Spenden, Legaten und der öffentlichen Hand konnten grosse Teile des Klosters renoviert werden. Die Bibliothek wird heute, seiner schönen Akustik wegen, sehr oft als Konzertsaal genutzt. In der Kirche besichtigen wir die riesige Orgel, schauen uns die mit den 3 Kontinenten bemalte Decke von Johann Jakob Zeiler an. In einem Seitenschiff befindet sich die Idda-Kapelle. Die Legende der heiligen Idda ist frei erfunden. Idda gilt als Volksheilige und wird gerne besucht.

Dann gehts zurück zum Ausgangspunkt. Im Restaurant erwartet uns ein feines Zmittag.

Text: Margrit Rüttimann | Fotos: Marlis Graf