Besuch im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen
Am Dienstag, den 9. April 2026 besuchten 16 Frauen das Besucherzentrum im Kinderdorf Pestalozzi. Katharina Nägeli nahm uns mit auf eine spannende und informative Führung. Wer weiss schon, dass die Stiftung seit 80 Jahren besteht und welche Ziele das Kinderdorf heute verfolgt?
Bei der Grundsteinlegung 1946 hat die Stiftung Kinder aus den Kriegsgebieten in Europa aufgenommen. In den folgenden Jahrzenten verlagerten sich die Krisengebiete zunehmend weg aus Europa und damit änderten sich auch die Herkunftsländer der Kinder im Dorf.
Heutzutage dient das Kinderdorf verschiedenen Klassen aus dem In- und Ausland als Schullager. Sie treffen
in Trogen aufeinander, wo sie sich in Seminaren austauschen und gegenseitig ihre Kulturen kennenlernen können.
Ausserdem begleitet die Stiftung Projekte in zwölf Ländern auf vier Kontinenten. Je nach Land und Region sehen
die Hilfsprogramme sehr unterschiedlich aus. In Ostafrika fehlt es an gut ausgebildeten Lehrpersonen, in Mittelamerika
werden die Kinder auf Ihrem Bildungsweg begleitet und sensibilisieren ihr Umfeld für die Wichtigkeit von Bildung.
In Südostasien bietet die Stiftung Unterricht in der Muttersprache an und setzt sich für eine multilinguale Schulbildung
ein. In Südosteuropa ist Diskriminierung und Ausgrenzung ein grosses Thema. Die Stiftung möchte Brücken zwischen Kindern
mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund bauen.
Abschliessend durften wir auf einem Dorfrundgang ein sanft renoviertes Haus besichtigen, das soeben fertiggestellt wurde. Haben Sie gewusst: Man kann die Häuser auch für einen privaten Anlass mieten. Ausserdem lohnt es sich, den Spielplatz mit den Kindern oder Enkelkindern zu besuchen.
Text: Marlis Graf | Fotos: Heidi Preisig
Gründer des Kinderdorfes
6 Jahre alt, Waisenkind aus Polen
Führung historischer Teil
Ein stiller Ort für alle Religionen
Jetzt wieder für Gruppen offen