Ase ond Andersch - mit Gret Zellweger

Am 11. Dezember versammelten sich 15 55+Frauen vor dem Brauchtumsmuseum in Urnäsch. Hans Brunner, unser Führer, liess für uns den Film über das Leben und Wirken von Gret Zellweger laufen. Die Künstlerin erzählt von ihrer Kindheit in der Lortanne in Teufen. Da gab es auf dem Bauernhof immer viel zu arbeiten, in der Schule und in der Freizeit zeichnete Gret stets.

Erst nach dem Schulabschluss, dem Welschlandjahr und der Postlehre konnte sie abends die Kunstgewerbeschule in Sankt Gallen besuchen. In weiteren Kursen in Salzburg und Bad Reichenhall probierte sie weitere Techniken aus, sie war immer neugierig und wollte Neues entdecken. Als begeisterte Tourengängerin erkundete sie alle Hügel und Berge des Appenzellerlandes und zeichnete Menschen und Tiere, die ihr begegneten.

Nach der Anstellung bei der Säntisbahn zog es die mutige Frau nach Amerika, später kamen noch viele andere Länder dazu, deren Kultur sie interessierte. Zurück in der Heimat übte Gret Zellweger viele Schrifttypen, so konnte sie als Schriftenmalerin Stammbäume, Alpsegen, Menükarten und vieles andere mehr ihren Kunden verkaufen. Die Künstlerin arbeitet auch mit Blech, es entstanden Kühe, Ziegen, Hühner, sogar ganze Alpaufzüge und Silvesterchläuse sind in der Ausstellung zu sehen. Viel Kraft brauchte sie für die Bronzearbeiten vom „Rolli und Schelli“.

Mit der Liebe zum Holz fertigte Gret viele Monotypien und Holzschnitte. Neben den Acrylbildern sind in den letzten Jahren noch Kniegelenke aus dem 3-D Drucker gekommen, wunderschöne Kissen und Polsterbezüge sind in der Tisca hergestellt worden - man kommt aus dem Staunen nicht heraus über die Vielfalt der ausgestellten Objekte.

Den Mitarbeitenden des Brauchtumsmuseums gebührt ein grosses Dankeschön!

E guets Neus - und wir treffen uns wieder am 8. Januar 2026 um 14 Uhr im Bendlehn, da erzählt uns Frau Schnee über ihr Wirken im Urwaldspital Lambarene.

Text: Elisabeth Beusch | Fotos: Heidi Preisig