8. November 2018

Führung durch Kloster und Apotheke im Jakobsbad

Eine stattliche Anzahl Frauen vom 55+ machten sich an diesem Donnerstag mit Bahn und Bus auf den Weg ins Jakobsbad. Unterwegs stiessen weitere dazu und am Ziel erwarteten uns noch jene, die mit dem Auto angereist waren. So konnte Schwester Miriam in der wunderschönen Klosterkirche 26 Frauen aus Speicher und Umgebung begrüssen.
Sie erzählte uns von der Gründung des Klosters durch Sr. M. Bättig im Jahre 1851. Der Name „Leiden Christi“ geht sogar noch weiter zurück; nämlich auf einen Bildstock, der an dieser Stelle stand und in der Kirche integriert ist. Schwester Miriam erzählte uns weiter vom Leben im Kloster und von der täglichen Arbeit, die immer wieder vom gemeinsamen Gebet unterbrochen ist. Die Schwestern sehen in der Begleitung von Menschen in Not mit ihrem Gebet eine der wichtigsten Aufgaben.
Auch im Kloster hat die moderne Zeit Eingang gefunden; so gibt es für die Schwestern einen freien Tag pro Monat sowie Ferien. Die Klostertüren haben sich auch sonst etwas geöffnet: Für Frauen, die Ruhe von der Hektik im Alltag suchen, besteht die Möglichkeit, für 5 oder 6 Tage am Klosterleben teilzunehmen.

Da die 9 Schwestern, die zurzeit im Kloster leben, nicht mehr die ganze täglich anfallende Arbeit erledigen können, werden vermehrt auch Mitarbeitende von ausserhalb angestellt. Schwester Dorothea (Leiterin Apotheke und Klosterladen) führte uns anschliessend durch die Produktionsräume und erklärte uns ausführlich die einzelnen Produktelinien, die allesamt auf pflanzlicher Basis hergestellt werden. Die alten Rezepturen wurden in den letzten Jahren modernisiert, den heutigen Erkenntnissen angepasst und auch mit neuen Produkten ergänzt. Das Angebot reicht von Tinkturen, Tropfen und Salben für verschiedene gesundheitliche Probleme, über Konfitüren, Punsch, Guetzli, Teemischungen, Schnäpse und noch vieles mehr. Der Arnika-Likör, von Schwester Dorothea selbst hergestellt, ist fast eine Berühmtheit in der Umgebung.

Natürlich haben wir uns zum Schluss der Führung ausgiebig im Klosterladen umgesehen, das eine oder andere Fläschli und Gläsli und eben auch Arnika–Likör mit nach Hause genommen. Übrigens, der modernen Zeit angepasst, betreibt der Klosterladen seit ein paar Jahren auch einen Onlineshop.
Wir haben den Nachmittag im Jakobsbad sehr genossen!

Bericht: Maria Helfenstein | Fotos: Heidi Preisig

In der Klosterkirche
Gebetsraum der Schwestern
Fenster im Gebetsraum
Schwester Dorothea erklärt ...
... und wir hören fasziniert zu!
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