12. April 2018

Reisen durch Rumänien - Vortrag von Heidi und Heinz Preisig

Zwei Dutzend Frauen liessen sich durch ein fremdes Land führen und erlebten Herbst und Frühling in Rumänien. In Wohnmobilen fuhren sie während 3 Wochen durch die Heimat von Anca Stanciu, die das ganze Reiseprogramm zusammengestellt hatte.
Im September 2015 begann die geführte Reise in Timisoara. Es wechselten sich ab: Stadt-, Kirchen- und Klosterbesichtigungen mit Schifffahrten auf der Donau zum Eisernen Tor und Verkehrswegen durch Schluchten und über Pässe. Rumänien hat grosse Waldbestände, in den Dörfern leben die Menschen vorwiegend von der Landwirtschaft. Die Bauern fahren noch oft mit Ross und Wagen zum Heuen. Die Frauen machen Handarbeiten um auch Geld zu verdienen. Neben den 89% Rumänen leben noch viele Minderheiten im 8x grösseren Land als der Schweiz. Die rumänisch-orthodoxen Gläubigen sind stolz auf ihre reich verzierten Klöster, wo die Nonnen die interessierten Reisenden herumführten und die Bilder erklärten.
In Siebenbürgen lebten früher viele deutschstämmige Menschen, die aber ab 1989 in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind. Viele Städte und Dörfer haben noch deutsche Namen: Brasov = Kronstadt, Sighisoara = Schässburg, Viscri = Deutschweisskirch. In kriegerischen Zeiten lebten die Menschen und das Vieh in den Kirchenburgen, z. B. Biertan konnte nie erobert werden.
Auch wenn die Strassen manchmal Schlaglöcher aufwiesen und die Campingplätze keinen Strom oder kein Wasser hatten, überwogen bei Preisigs die guten Erlebnisse mit den freundlichen und grosszügigen Einwohnern und den abwechslungsreichen Landschaften. Sie überlegten nicht lange, als das 2. Reiseprogramm vorgestellt wurde und entschlossen sich im Mai 2016 nochmals in dieses Land zu fahren. Ferien auf dem Hausboot und Bootsfahrten auf den Armen der Donau lockten. Die vielen Vogelarten zu beobachten war ein einmaliges Erlebnis. Eine Busfahrt in die Hauptstadt durfte nicht fehlen, Bukarest als Wirtschaftszentrum mit ca. 2 Mio Einwohnern boomt. Die herrlichen Kirchen und Klöster werden von Ceausescus Palast in den Schatten gestellt, aber die Rumänen sind froh, dass die unruhigen politischen Zeiten vorbei sind.
Heidi und Heinz haben diese beiden Reisen ohne grosse Probleme gemeistert und sind zweimal 5100 km mit dem Wohnmobil gefahren. Zum Schluss stossen wir mit Zwetschgenschnaps auf die Unternehmungslustigen an und wünschen ihnen Norok = Glück für ihre nächste Reise.

Bericht: Elisabeth Beusch | Fotos: Heidi und Heinz Preisig

Kirchenburg von Biertan
Typische Häuserzeile mit Schulkinder
Nonne Tatjana vor ihrer Kirche
Wie bei uns vor 50 Jahren
"Unser" Hausboot auf der Donau
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