18. Mai 2017

Führung im neuen Naturmuseum St. Gallen

Am 18. Mai fuhren 17 erwartungsfrohe Frauen nach St. Gallen bis zum neu erbauten Naturmuseum. Dort erwartete uns Frau Seri um 14.30 h zu einer Führung. Von der grossen Wand im Foyer blickte uns das Nilkrokodil entgegen, das schon 1623 von Afrika nach St. Gallen gebracht und ausgestopft wurde. Heute werden einheimische Tiere präpariert, mit Styropor gefüllt und mit Haut, Fell, Federn… überzogen. Wichtige Forscher und Sammler aus St. Gallen waren Dr. Bächler, der „Steinbockvater“, Herr Zollikofer mit seinem präparierten Uhu und Vater und Sohn Hartmann mit vielen Schubladen voll beschriebener Schnecken.
Wir folgten Frau Seri in den 1. Stock zur Sonderausstellung Bären. Vom noch blinden Baby bis zum ausgewachsenen russischen Bärenvater sieht man die Entwicklung von Meister Petz. Vor dem riesigen Bärenskelett in der Höhle blieben wir ehrfurchtsvoll stehen.
Im nächsten Stock nimmt das Kantonsrelief im Massstab 1 : 10'000 einen grossen Platz ein. Darum herum sind Wasservögel gruppiert vom Schwan zu Enten, Kormoranen… Auch zu den Wandermuscheln, die 1960 eingewandert sind und sich explosionsartig vermehrt haben, erzählte uns die wissenschaftliche Mitarbeiterin. Eine grosse Biberfamilie zeigt sich mit ihrer Arbeit an den Baumstämmen. In einem Glaskasten beobachteten wir die Zwergmäuse und suchten den Laubfrosch, der sich ganz oben auf die Lampe gesetzt hatte. Nach den Waldtieren – imposant der Hirsch mit dem mächtigen Geweih – folgten die gefiederten Freunde vom Adler, der über uns kreist, zu Bartgeier, Elster, Krähe bis zu Mauersegler – herrlich diese Vögel so nah zu sehen.
Die Vögel in der Volière werden gepflegt und aufgepäppelt, bis sie wieder in die Freiheit fliegen können. Die heutigen Stadttiere wie Dachs, Fuchs, Igel können wir auch in Speicher beobachten.
Im obersten Stock zeigte uns ein riesiger Globus die Erdplattenverschiebungen. Im Erdmittelalter beeindruckten uns die ausgestellten Dinosaurierskelette. Natürlich studierten wir auch die Nashornknochen, die 2015 in Bühler entdeckt wurden und die Überreste eines Tapirs von Haslen.
Zum Schluss führte uns Frau Seri zur Ausstellung „Erneuerbare Energien“ und den Exponaten der Bionik. Da die Stunde der Führung schon um war, bedankten wir uns herzlich bei der kompetenten Führerin und schlenderten noch durch die Mineralienwelt oder liessen uns in 4000 m Tiefe absenken. Um den Durst zu löschen, begaben wir uns ins freundliche Kaffee und tauschten uns über das Gesehene und Gehörte aus.

Bericht: Elisabeth Beusch | Foto: Brigitte Müller

Nilkrokodil
Waldtiere
Biber an der Arbeit
Gruppenbild mit Führerin
Exponate aus dem Erdmittelalter
Schlusspunkt
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